#72 Ada Lotta Bachmann: Medizinische Robotik
Shownotes
Nach unserer Station in Lübeck führt uns die Reise innerhalb der Leitinnovation Medizinische Robotik weiter nach Stuttgart. Zu Gast ist Ada Lotta Bachmann, Doktorandin am Institut für Medizingerätetechnik der Universität Stuttgart. Sie nimmt uns mit in die ersten Monate kurz vor ihrer Promotion und gibt einen ehrlichen Einblick in die spannende Phase, in der aus ersten Forschungsfragen Schritt für Schritt ein eigenes Promotionsthema entsteht.
Im Mittelpunkt ihrer aktuellen Arbeit steht das Forschungsprojekt ORIGIN, das neue robotische Systeme für die Mikrochirurgie entwickelt. Inspiriert von Origami erforscht Ada Lotta kostengünstige, präzise und ressourcenschonende Robotermechanismen, die perspektivisch insbesondere bei hochsensiblen Eingriffen in der Augenchirurgie unterstützen könnten. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum medizinische Robotik nicht darauf abzielt, Chirurg*innen zu ersetzen, sondern ihre Arbeit zu ergänzen, wie neue Robotersysteme entstehen und weshalb Grundlagenforschung der erste Schritt jeder späteren Innovation ist.
Darüber hinaus erzählt Ada Lotta von ihrem Weg in die Wissenschaft, den Herausforderungen einer noch jungen Promotion und davon, wie wichtig der Austausch zwischen Ingenieurwissenschaften, Medizin und Wissenschaftskommunikation für erfolgreiche Forschung ist. Die Folge macht deutlich, dass Innovation nicht erst mit einem fertigen Produkt beginnt – sondern mit Neugier, Kreativität und der Bereitschaft, wissenschaftliche Fragen immer wieder neu zu denken.
Shownotes:
Fachausschuss Biosignale: https://www.fachausschuss-biosignale.de
Zu Gast:
Ada Lotta Bachmann,
- Universität Stuttgart – Institut für Medizingerätetechnik: https://www.imt.uni-stuttgart.de/institut/team/Bachmann-00003/
- https://www.linkedin.com/in/ada-lotta-bachmann-8b671424b/
- ORIGIN: https://www.imt.uni-stuttgart.de/forschung/forschungsprojekte/origin/
Universität Stuttgart: https://www.uni-stuttgart.de/
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Transkript anzeigen
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen hier bei Signals for Life zu unserer zweiten Folge, in der wir uns wieder der medizinischen Robotik widmen wollen.
00:00:19: Wir haben hier heute eine Doktorandenzugast aus Stuttgart, die uns quasi ein bisschen mitnimmt in ihre noch recht frische Promotionszeit und uns einen Forschungsthema eben aus der medizinischen Robotik näher bringt.
00:00:35: Ganz passend zu den aktuellen Leitinnovationsthemen eben haben wir die ersten zwei Folgen zur Neurotechnologie Folgen aus Hannover zu smarten Implantaten gehabt und jetzt ja zuletzt in Lübeck uns auch schon mit einem medizinischen Robotiksystem rund um Ultraschall beschäftigt.
00:00:57: Das war auf jeden Fall sehr, sehr spannend!
00:00:59: Und ich freue mich natürlich dass wir heute hier Ada zu Gast haben.
00:01:04: Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst.
00:01:06: Ja hi, vielen dank, dass sich dabei sein darf.
00:01:10: Vielleicht magst du einfach zu Beginn dich selbst einmal vorstellen.
00:01:14: Wer bist Du denn?
00:01:15: und vielleicht kannst du uns gleich mal erzählen, wie du überhaupt dazu gelangt bist zu sagen ich möchte gerne promovieren?
00:01:23: Sehr gern!
00:01:24: Ich bin Adanata Bachmann, ich bin am Institut für Medizintechnik hier an der Uni Stuttgart und dafür seit december letzten Jahres hier auf dem Forschungsprojekt arbeiten und ich habe auch die Bachelor also mein Bachelor und mein Mastermedizintechnee gemacht Stuttgart und den Bachelor in Kooperation mit Tübing noch, aber bin eigentlich immer hier geblieben.
00:01:44: Und ich glaube zur Proportion bin nicht gekommen weil mir das Studium einfach super viel Spaß gemacht hat und ich noch nicht ganz bereit war damit auch zu hören und loszulassen.
00:01:53: Mir hat es echt große Freude gemacht um die Abschlussarbeiten zu schreiben.
00:01:57: also Bachelor und Masterarbeit fand ich immer total toll!
00:02:00: Das sollte ich einfach gerne weitermachen.
00:02:03: Ja, total schön.
00:02:04: Ich weiß ganz viele... Das hatten wir letztes Jahr auch in den Folgen wo es so rund um Bachelor und Master eben allgemein ging und um Nachwuchs im Mintbereich.
00:02:12: Da war's schon ein Thema das sie gesagt haben ja unsere Studiengänge sind halt nicht so Schreibintensiv in Anführungsstrichen.
00:02:20: Wenn wir quasi eine Bachelorarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben, ist das erste Mal dass wir so wirklich längere Texte schreiben und teilweise brauchen wir da richtig irgendwie noch mal ne Schreibwerkstatt für oder.
00:02:32: manche sagen auch es liegt mir eigentlich gar nicht so unbedingt.
00:02:35: von daher glaube ich sind riesen Vorteil wenn man sagt Das gefällt mir weil auf dich natürlich in etwas weiter Zukunft noch, aber auf dich kommt natürlich irgendwann Paper zu und auch Veröffentlichung.
00:02:46: Und das macht es dir wahrscheinlich leichter wenn du sowieso gerne schreibst?
00:02:51: Ja ja also fürs Schreiben war schon am Anfang eine Herausforderung weil man irgendwie total auf diese Klausuren fixiert war und das schreiben lag dann schon ein bisschen zurück mit der Schule.
00:03:00: Aber ich fand auch was mich besonders gereizt hat war auch dieses ganze theoretisch was man gelernt hatte mal wirklich praktisch anzuwenden um so eine Fragestellungen zu haben die sehr offen ist und die man richtig reinfuchsten kann, also wenn man nochmal total viel lernt aber auch das theoretische Wissen praktisch anwendet.
00:03:18: Und auch diese Freiheit hat und Kreativität braucht um dies zu beantworten oder zu lösen.
00:03:25: Ja, kann ich gut verstehen.
00:03:26: da erinnere ich mich gerade an eine Folge auch aus dem letzten Jahr lustigerweise.
00:03:32: Ich glaube, es war eine Professorin die davon erzählt hat dass sie damals bei ihrer Wahl rund um den Studiengang geguckt hat was denn zu ihr passt und das war noch relativ also ist quasi in der Vergangenheit gewesen.
00:03:43: Es war sehr geschlechtsstereotyp.
00:03:45: dann auch die Empfehlung die dabei raus kamen und Sie hatte aber eine Begeisterung für Kreativität angegeben Und weinte dann auch, ja ist das denn niemand klar so nach dem Motto?
00:03:55: Wenn wir hier als Ingenieure-Ingenieurin unterwegs sind wie krass kreativ wir eigentlich sein müssen.
00:04:01: Das ist ja quasi darum geht irgendwie innovativ zu denken und Lösungsansätze zu finden und das ist ja super kreative meinte sie.
00:04:10: Ja total.
00:04:11: Fand ich irgendwie total.
00:04:12: also ich fand es super einleuchtend und ich habe trotzdem davor nie das so miteinander assoziiert, zwar fand ich ganz, ganz amisant.
00:04:21: Wie überzeugt sie da auch meinte?
00:04:22: Das ist total kreative Beruf!
00:04:24: Also macht es unbedingt.
00:04:25: Ja voll ja.
00:04:27: Also vielleicht nochmal sozusagen für all unsere Zuhörerinnen da draußen die sagen Mensch ich habe jetzt irgendwie schon eine Weile nicht eingeschaltet.
00:04:35: in diesem Jahr haben wir sozusagen die Chance Junge Doktorantinnen hier zu Gast haben, die uns mit in ihre Promotionszeit nehmen.
00:04:45: Und wir haben jetzt glaube ich in diesem Jahr wirklich die unterschiedlichsten sowohl Promotionanstellungen als auch quasi unterschiedliche Promotiosstände hier also von noch recht zu Beginn bis
00:04:58: zu... Ich
00:04:58: bin eigentlich kurz davor abzuschließen und muss mich ein bisschen damit gedanklich beschäftigen wie es danach aussieht.
00:05:04: Wie ist das bei dir?
00:05:07: an deine Promotionsstelle gekommen, hat sich das so praktisch ergeben.
00:05:13: Hast du geguckt wo irgendwas ausgeschrieben ist und dich ganz klassisch irgendwo drauf beworben?
00:05:19: Konntest du dein Thema sozusagen ein bisschen mit beeinflussen oder war das schon sehr stark vorgegeben aufgrund der ausgeschriebenen Promotion stelle?
00:05:30: wie wir ja schon wissen das habe ich ja schon vorweggenommen stehst du noch recht am Anfang der Promotion?
00:05:35: Ja, genau.
00:05:36: Also ich hab im Dezember gestartet und das war so ein richtig schöner fließender Übergang.
00:05:41: von meiner Masterarbeit also ich habe das hier auch am Institut habe ich meine Bachelor-und-Masterarbeit gemacht.
00:05:46: Ich bin schon ja hier sehr treu geblieben.
00:05:49: dem Institut würde ich sagen.
00:05:51: Meine Masterarbeit... also beides hat mir super viel Spaß gemacht wie schon gesagt und bei meiner Master Arbeit habe ich schon gemerkt dass sich das vielleicht länger machen wollte und dann hat sich auch eine offene Stelle hier ergeben.
00:06:01: Das ist ein Forschungsprojekt für einen Jahr mit einem bestimmten Thema, das gefördert wird von der Back-Tor Stiftung und darauf habe ich mich dann beworben.
00:06:10: Das heißt ich hab bis November meine Masterarbeit geschrieben und dann konnte ich in Dezember direkt auf diesen Projekt starten.
00:06:16: Ja!
00:06:17: Das ist jetzt eigentlich für ein Jahr vorgesehen.
00:06:19: Jetzt nach einem halben Jahr konnten wir das Projekt verlängern so dass sich nur noch eine halbe Stelle auf dem Projekt arbeite und ne halbe Landesstelle dazu gekommen hat um auch noch ein bisschen Zeit für Lehre und andere Dinge zu haben.
00:06:31: und dadurch geht es Projekte jetzt bis nächstes Jahr.
00:06:33: aber Mal schauen, also es ist wie gesagt noch dieses Forschungsprojekt.
00:06:37: Das muss nicht unbedingt noch mein Promotionsthema werden.
00:06:39: Also das habe ich noch gar nicht definiert aber das ist meine aktuelle Anstellung.
00:06:44: Okay verstehe, also das heißt du bist erstmal in der Promotionsfindungsphase aber durch die Projektmitarbeit in einer befristeten aber klar definierten Anstellung und wenn sich dann daraus dein Promotionthema heraus kristallisiert, Ein Way to go, aber es gäbe auch noch andere Möglichkeiten.
00:07:04: Richtig?
00:07:05: Ja genau also das Thema kann auf jeden Fall Grundlage sein oder ich kann das auch als Inspiration nutzen um so ein bisschen in andere Bereiche zu gucken von dem Thema aus oder aber auch noch was anderes wäre möglich?
00:07:17: Es ergibt immer Sinn mit einem Forschungsprojekt vielleicht ähnlich daran zu bleiben je nachdem wie lange die gehen.
00:07:23: wenn man jetzt ein Forschungs-Projekt von zwei bis drei Jahren hat würde man ja das als erstes als Promotionsthema nehmen, wenn man sich eh sehr viel Zeit reininvestiert und sich damit beschäftigt.
00:07:32: Jetzt war es letztens mal so dass ich zu Teulger meinte medizinische Robotik.
00:07:37: So richtig war das hier im Podcast noch nie Thema.
00:07:41: Nimm uns doch mal mit was ist das überhaupt?
00:07:44: Ich würde sagen für alle unsere Zuhörer in die das sich nochmal anhören wollen macht das unbedingt.
00:07:49: Das hat mir auf jeden Fall geholfen, einen guten Start in die generell möglichen Forschungsrichtungen zu bekommen.
00:07:58: Vielleicht magst du uns aber mal erzählen, wieso dein thematischer Schwerpunkt sich ... Du hast ja gesagt es war ein fließender Übergang.
00:08:06: Das heißt, bittestens im Master hast du wahrscheinlich Schwerpunkte gesetzt, die so deinen Forschungsinteresse entsprechend waren?
00:08:15: Woran ... besitzt du denn aktuell, woran forscht?
00:08:18: Was könnte sozusagen dein potenzielles Promotionsthema
00:08:21: werden?".
00:08:22: Spezialisiert habe ich mich auf Medizinerätekonstruktion und bin dann mit meinem Masterarbeitsthema.
00:08:28: Das ging dann um Robotics Grubbiness also dass man die Aufgabe von einer Scrubbness oder einer operationstechnischen Assistenz von einem Roboter machen lässt.
00:08:38: Also das der in Zukunft vielleicht irgendwie die Instrumente anreicht und diese Aufgabe übernimmt und dadurch Pflegepersonal einfach entlastet.
00:08:47: und da habe ich mich mit der Übergabe beschäftigt, wie man die gut gestalten kann.
00:08:52: Weil diese Mensch-Roboter Interaktion ist ja noch mal ein ganz eigenes Feld.
00:08:57: Das war einfach ein sehr tolles Thema damit dem Roboter zu arbeiten.
00:09:01: Und mein jetziges Thema ist auch in der medizinischen Robotik Jetzt eher chirurgische Robotik, genau.
00:09:08: Ich glaube das wurde in der letzten Folge auch schon besprochen.
00:09:11: also da geht es nicht darum dass ein Roboterautonom irgendetwas selber macht.
00:09:14: Der Chirurg oder die Chirurgen operiert immer noch aber die Bewegung wird übertragen von einem Eingabegerät auf dem Ausgabegeräte oder von einem Master auf einen Slave und dieser Roboter führt nur die eingegebenen Bewegungen am Patient oder Patientin aus.
00:09:30: Und in diesem Bereich bin ich auch, da ist ja das bekannteste System Der Da Vinci Roboter, der ist etwas größer und ich mache das Ganze ein bisschen klein skalierter in der Mikroschirurgie.
00:09:39: Und da am Beispiel von der Ofthalmo-Chirurgien also Augenschirurgies.
00:09:44: Da muss man sehr präzise arbeiten, weil es sehr feine Strukturen sind die auch sehr sensibel sind und da so mein Forschungsthema angesiedelt.
00:09:53: Wie kann ich mir das denn vorstellen?
00:09:55: Weil ich habe jetzt quasi den unmittelbaren Vergleich.
00:09:58: Ich weiß bei... Also du entwickelt dann ja nicht den gesamten Roboter, wenn man das jetzt so plakativ benennen kann.
00:10:07: Sondern du wirst wahrscheinlich ähnlich wie in allen Forschungsverbundprojekten oder in grundsätzlichen Forschungsprojekte einen Puzzleteil zu der Gesamtforschung sozusagen erschließen.
00:10:20: Womit beschäftigst Du Dich sozusagen?
00:10:22: Also was ist die Fragestellung, wenn Du sagst, ihr seid quasi dabei in die Hierarchie schon zu gehen dann gehe ich davon aus dass es wahrscheinlich ein Prototypen irgendwo schon gegeben wird.
00:10:34: Wie weit fortgeschritten ist, das wird inzwischen schon sozusagen mit einem medizintechnischen Roboter gearbeitet und es geht so ein bisschen darum, das zu optimieren oder Sachen noch zu erschließen?
00:10:45: Oder geht es darum, dass überhaupt erst mal zu machen?
00:10:48: Wo seid ihr da?
00:10:49: Also es ist noch ein sehr aktuelles Forschungsthema.
00:10:52: Es gibt einen System für die Augenschirurgie.
00:10:55: Das hat seit dem Jahr zwei tausend neunzehn CE-Kennzeichnungen kommerziell erwerblich, aber es ist immer noch sehr viel in der Forschung und klinische Studien für verschiedene Krankheiten oder Anwendungen.
00:11:09: Und unser System ist noch so ein bisschen abgekoppelt.
00:11:12: also das Projekt heißt Origin was für origami inspirierte Roboter Kinematik für die Mikroschirurgie beziehungsweise die Optimer Chirurgies heisst und wir wollen einen Ressourceneffizientes und frugales robotisches System aufbauen.
00:11:28: Also bauen schon eine eigene Kinematik oder Mechanik auch mit einer Aktuierungseinheit und auch einem Eingabegerät, also ein ganzes System.
00:11:36: Aber sehr einfach vugal!
00:11:38: Und unser Ansatz ist den Slave-Roboter, der die Bewegung ausführt so ein bisschen zu trennen in zwei Komponenten.
00:11:45: Einmal diese Aktuierungseinheit, die vielleicht auch teurere Komponente beinhaltet und ein sehr kostengünstiges, disputsable Robotermechanik die dann tatsächlich am Patienten ist und durch eine kostengünstige Herstellung eben Disposabel geschaltet werden kann.
00:12:01: Und dadurch auch diesen Sterilitätsaspekt besser umsetzen kann.
00:12:06: Wir beschäftigen uns mit diesen disposablen, kostgünstig am besten monolitisch herstellbaren Mechanismen.
00:12:13: Ja okay!
00:12:14: Das heißt ihr arbeitet wahrscheinlich relativ eng auch schon mit einem Industriepartner zusammen der das dann potenziell irgendwann vertreiben möchte?
00:12:22: Du meintest ihr seid über die.
00:12:25: Ich habe
00:12:27: Vektor Stiftung.
00:12:29: Ja?
00:12:30: Da drüber ist das Projekt ausgeschrieben.
00:12:31: Also ich frag nur, weil auch das ist ja total... also es ist total unterschiedlich.
00:12:37: Es gibt natürlich Forschungsprojekte die sind irgendwie vom BMBF gefördert oder dienen erst mal dafür überhaupt Grundlagenforschung zu generieren und dann – und das hatte ich jetzt tatsächlich erst ein einziges Mal in fünf Jahren – gibt es tatsächlich sogar Promotionsstellen, die explizit über einen Industriepartner ausgeschieben sind und dann auch komplett finanziert sind, also losgelöst von einer klassischen Uni-Anstellung beispielsweise jetzt.
00:13:05: Und natürlich gibt es auch da Forschungszusammenschlüsse sehr nah an der Industrie – wie ist das bei euch in dem Zusammenhang?
00:13:12: Also das Forschungsprojekt ist losgelösst von der Industriel oder irgendwelchen Partnern, sondern es geht wirklich erstmal um die Erforschung des Themas.
00:13:19: Da ist einfach das gefördert worden damit wir das untersuchen können ob das vielleicht potentiell Chancen hat und wir daraus auch vielleicht weitere Themen... erarbeiten können.
00:13:30: Aber genau, erst mal ohne Industriepartner und auch... Ich würde sagen Grundlagenforschung im Ingenieurwesen.
00:13:36: also es ist jetzt noch nicht in der Klinik einsetzbar oder?
00:13:39: Also davon ist das noch sehr weit weg.
00:13:41: Ja okay verstehe.
00:13:42: Wie kann ich mir denn deinen Forschungsalltag dann vorstellen?
00:13:45: Bei Teulger weiß ich da war's quasi so dass er durch das UK... Es ist nicht das UKSH doch das UKSh in Lübeck.
00:13:52: so wir haben hier oben in Schleswig-Holstein mehrere UKSH Standorte.
00:13:56: deshalb nur zur Auflösung vielleicht, der Irritation.
00:14:00: Aber er hatte quasi die Möglichkeit sowohl natürlich erst mal einem Prototypen zu schauen wie präzise muss was sein.
00:14:06: wir müssen jetzt irgendwie der Druck sein welche Mechanismen welche Bewegungen sind die die sinnvoll sind und dann kann es quasi nach und nach dadurch das ist quasi angeliedert an die klinik dort ist eben auch in die ersten versuche vor Ort gehen wo seid ihr wo stehst du vor allen Dingen?
00:14:23: Und wie kann ich mir deinen Ja, Forschungsalltag vorstellen.
00:14:28: Bist du mehr bei dir im Büro?
00:14:30: Das was ich hier jetzt gerade sehe oder bist du eher viel viel mehr im Labor oder wo bist Du?
00:14:36: also wir arbeiten auch viel mit Prototypenaufbau.
00:14:39: Ich habe auch einen Aufbau im Labor wo schon die erste Version steht.
00:14:44: Wir nutzen hier auch diese Prototyping Mechanismen wie drei D Druck um einfach mein System aufzubauen und da steht zu haben und dann von da aus weiterzuentwickeln.
00:14:55: Vor allem jetzt gerade bei meinem Roboter-System soll das eine Disposabel sein und dann im Spritzkurs später herstellbar.
00:15:01: Spritzkus macht es Sinn ab einer bestimmten Teile Größe, Teileanzahl.
00:15:05: deswegen stellen wir das eben aus ähnlichen Materialien aber im Radietumkehr was nochmal ganz andere Eigenschaften hat.
00:15:12: Aber dass man das System schon mal aufbaut da versuche Pferd und schaut welche vielleicht auch noch Themen sind die man sich anschauen muss oder kann.
00:15:20: Ich sitze viel in meinem Büro und bin auch noch am Einarbeiten und recherchieren.
00:15:24: Und gucken, wie ich vielleicht das Thema ein einzelne Arbeitspakete für Abschlussarbeiten verpacken kann.
00:15:30: Aber es gibt auch schon Prototypenaufbau an dem gepforscht
00:15:33: wird.".
00:15:34: Was ist denn gerade noch anders gefragt?
00:15:38: Das ist ja das Schöne an Forschung, dass nach jeder Erkenntnis nach jedem Fortschritt meist irgendwie zehn neue Fragen aufploppen.
00:15:46: So wahrscheinlich auch bei euch sonst wäre es nicht nochmal weiter verlängert worden.
00:15:49: Es gibt offensichtlich coole Erkenntnisse und trotzdem weiteren Klärungsbedarf bzw.
00:15:54: das Potenzial noch mehr herausfinden zu können oder optimieren zu können.
00:15:59: Was sind denn quasi so... Sachen, wo du sagst das klappt eigentlich schon ziemlich gut oder da wurden so ein bisschen die Erwartungen erfüllt.
00:16:07: Oder vielleicht sogar übertroffen.
00:16:08: wer weiß und dass ist eigentlich gerade noch so.
00:16:11: das wo wir sagen Da müssen wir eben in die Recherche gehen oder da müssen wir nochmal das und das machen dazu lese ich mich irgendwie grad ein.
00:16:19: Also Ich finde diesen disposablen Origami inspirierten Ansatz total toll Und finde das ein super spannendes Forschungsthema.
00:16:27: weil dieses origami inspirierte kommt daher dass man monolithisch im Spritzkurs eine Struktur herstellen kann, die erst mal planar ist.
00:16:35: Also zweidimensional eher und das ganze dann... Die Festkörpergelenke, das kann man sich vorstellen wie so ein Brotdosenverschluss oder einen Shampooflaschenverschluss wo das Gelenk in dem gleichen Material drin ist Wie man da dann eine dreidimensionale Konfiguration zusammenbauen kann Und das finde ich ein total spannendes Thema.
00:16:54: Ich glaube da muss man noch schauen wo vielleicht auch die richtigen Anwendungen in der Medizintechnik sind totes wirklich von Vorteil sein können.
00:17:01: Ob das jetzt ein Robotermechanismus ist für die Of-Tile-Mo, weil man eben durch die Festskörpergelenke Effekte von klassischen Gelenken wie Stick Slip oder viel Reibung nicht hat?
00:17:12: Oder ob man das vielleicht an andere Anwendung da, ob es da mehr Vorteil bringt?
00:17:18: Würdest du denn sagen grundsätzlich geht es darum dass Bewegungsabläufe dadurch noch geschmeidiger oder vielleicht auch natürlicher der menschlichen Bewegung getreu möglich sind.
00:17:33: Und das wäre quasi der Vorteil, den man damit erzielen möchte?
00:17:36: Ja genau!
00:17:36: Also man kriegt es auf jeden Fall mit dem klassischen Maschinenbau auch hin aber es sind eher dann teubere Komponenten.
00:17:44: und wenn man jetzt ein günstiges oder ein disposables System bauen möchte muss das natürlich günstig sein.
00:17:49: und da eignet sich Festskörpergelenke weil sie diese Effekte nicht haben und dadurch sehr präzise sein können, so wie man vor allem wenn man am Augen Hintergrund operiert sein muss.
00:18:00: Also da ist vor allem die Limitation des Handzittern oder der physiologische Tremor von Menschen und da können eben durch den robotischen System mit total unterstützen und das wollen wir auch mit einem günstigen System hinkriegen und nutzen dadurch diese Festskörpergelenke
00:18:17: Ja, um im Idealfall dann wahrscheinlich Geräte zu entwickeln die dann auch wirklich irgendwie in vielen Praxen stehen können und nicht nur in irgendwie High-Class Krankenhäusern.
00:18:28: Und dann nur ein einziges Gerät.
00:18:30: Genau ja.
00:18:31: Ja
00:18:31: verstehe!
00:18:32: Sind ja super teuer und es ist also vieles der auch noch die Zulassung und klinische Studien das so der Hauptfaktor ist bei Kosten aber... in der Zukunft zuerst total toll solche günstigen Systeme dann so haben, die man halt vielleicht auch in russisch schwache Regionen auch bringen könnte.
00:18:48: Ja also ich habe natürlich jetzt einige Fragen weil ich denke mir was reizt dich denn an dem Thema?
00:18:54: Hast du quasi schon so eine Idee wo du sagst oh da könnt ich ne Promotion schon so ein Promotionsthema daraus machen Dann finde ich das du wirklich unheimlich gut gerade die medizinischen Anwendungsbereiche erklären kannst.
00:19:08: Und das ist gar nicht unbedingt so.
00:19:09: selbstverständlich, also natürlich ihr studiert schon irgendwo an der Schnittstelle zu medizinischem Technologien aber trotzdem habe ich es immer wieder erlebt dass viele Ingenieurwissenschaftlerinnen schon auch irgendwo das sozusagen die Chance gegeben bekommen müssen, einen Blick in die medizinischen Bereiche zu bekommen um zu verstehen was wird überhaupt an welcher Stelle wie benötigt.
00:19:35: Was kann ich sozusagen mit meinem Know-how da in der Stelle machen?
00:19:39: Das heißt mich würde natürlich schon ein bisschen interessieren wie ihr in Stuttgart oder du im speziellen Arbeitest Und ob du jetzt sagst so für mein Promotionsthema das Auge, dass wird es irgendwo werden.
00:19:50: Oder vielleicht sagst du auch also Anwendungsbereich weiß ich gar nicht, ob ich mich so festlegen möchte aber vor allen Dingen die Idee mit der Origamitechnik zu arbeiten, das könnte ich mir sehr gut als Promotionthema vorstellen und wohin das führt.
00:20:05: mal schauen Hast du da für dich schon ein Bauchgefühl oder eine Tendenz?
00:20:09: Oder bist du so, dass du sagst also erst mal bin ich jetzt hier seit einem halben Jahr und ich habe definitiv noch diese Stelle.
00:20:15: Mal gucken!
00:20:17: Ja das ist nicht so leicht da so...
00:20:19: Nicht
00:20:20: dann auch so viel einen Thema fest zu legen weil es ja schon eine lange Zeit ist und da auch das Potenzial zu sehen wenn man vielleicht noch nicht so ganz in dem Thema drin ist.
00:20:28: aber es geht auf jeden Fall in die beiden Bereiche die du jetzt auch erwähnt hast.
00:20:33: Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass man noch weiter in die Off-Time-Ur-Shyrogie geht und vielleicht das System dann eher als Plattform versteht.
00:20:40: Das genutzt werden kann um dann weiter an Themen zu forschen wie beispielsweise Feedback an die operierende Person also... Dass man sich irgendwie ins Zurich beschäftigt und wie man vielleicht diese Abstandsmessungen im Auge oder die Kraftmessung im Aage erst mal messen kann und zweitens dann auch an die Operierende person rückmelden Auf einfache Weise, also dass das nicht alles nur über die visuelle Wahrnehmung passiert sondern vielleicht auch haptisch oder auditiv.
00:21:08: Und auf der anderen Seite finde ich aber wie schon gesagt dieses origam inspirierte Thema total toll und da zu gucken was vielleicht Anwendungsgebiete sind.
00:21:17: Aber genau wie du meintest es ist gar nicht so leicht auch immer diesen Kontakt Zu einer Klinik oder zu Ärztinnen zu haben um da richtiges Feedback zu bekommen Was überhaupt sinnvoll ist und was gebraucht wird.
00:21:29: Also das ist echt super schwierig Das ist sinnvoll.
00:21:32: Also das ist ja genau die Schnittstelle in der Medizintechnik, dass man da eigentlich diesen Austausch hat zwischen den Medizinerinnen und den Ingenieur-Innen.
00:21:42: Also absolut!
00:21:43: Ich weiß je größer natürlich irgendwo ein Projekt oder ein Forschungsverbund ist, desto eher ist es natürlich auch irgendwo schon interdisziplinär aufgebaut damit man genau das hat diese Kommunikation und teilweise im Idealfall hat man irgendwie Ingenieurwissenschaftler, Materialwissenschaftlern dann nochmal aufgeteilt, Physik, Elektrotechnik und Medizin irgendwo mit abgedeckt.
00:22:06: Und selbst das ist nicht meine Garantie, dass dann definitiv was Produktives bei rauskommt, weil es dann auch erst mal die Herausforderung hier mit sich bringt, dass sie sich miteinander und untereinander verstehen müssen.
00:22:17: Das ist auch gar nicht unbedingt so... easygoing ist.
00:22:21: Jeder hat so sein eigenes Fachvokabular und ich glaube, was viele auch unterschätzen gerade irgendwie vielleicht im außeruniversitären Kontext ist das nur weil man vielleicht in der Welt der Forschung unterwegs ist nicht automatisch alles Komplexe links-und rechts versteht.
00:22:37: Ich finde das immer schon so faszinierend.
00:22:39: Wenn man was studiert, ist man ja auch nicht plötzlich Expertin über Nacht per See für den Fachbereich sondern man spezialisiert sich halt und das ja sogar schon im Studium in dem man irgendwelche Kurse explizit wählt oder irgendwann Schwerpunkte auswählt
00:22:52: Ja,
00:22:53: voll.
00:22:53: Das kann ich gut verstehen!
00:22:54: Dafür ist ja an sich das total schön, dass es sowas gibt wie VDE Youngnet oder auch die DGBMT wo man über dann Konferenzen oder irgendwelche Tagungen oder so einfach auch mal andere Leute kennenlernen kann und sein Projekt vorstellen kann oder seine Ideen theoretisch und das Feedbacken kann.
00:23:15: Und dann im Idealfall, sich jemand denkt cool Ada Lotta hat das und dass gerade auf dem Tisch liegen.
00:23:23: Ja da fällt mir eigentlich noch der und der Anwendungsbereich zu ein.
00:23:27: Da melde ich mich doch mal.
00:23:29: Das ist perfekt
00:23:32: ja!
00:23:32: Also das ist natürlich irgendwie so das was man glaube in der Promotion definitiv mitbekommt.
00:23:38: Kommunikation ist so das A und O, also selbst am eigenen Standort ob es dann auch um Sachen geht die vielleicht nicht wirklich aufgehen oder man sich anders vorgestellt hat, da hilft's natürlich dann irgendwie mit dem Lehrstuhl zu reden und dann aber auch irgendwo nach außen zu zeigen hey da und da gehts drum wie kann man irgendwie noch von anderen Leuten lernen profitieren oder sich eben zusammenschließen?
00:24:00: Das ja eigentlich ganz aufregend ist dass sozusagen noch alles auf dich zukommt!
00:24:05: Noch so viele Vorstellungen Postersessions,
00:24:09: deiner Forschung.
00:24:11: Ja, ich schaffte Anfang des Jahres auf die Automate-Konferenz schon einmal mit und das war total toll.
00:24:17: da, das mal zu sehen und auch so den ganzen Forschungsthemen mal mitzukriegen was andere Leute machen ist super spannend.
00:24:27: Jetzt finde ich es immer noch mal ganz schön.
00:24:30: du hast ja gesagt du recherchierst.
00:24:32: Ich komme aus den Geisteswissenschaften.
00:24:35: Du meintest, du bist auch in deinem Büro primär?
00:24:37: Wie kann ich mir deine Recherche vorstellen aktuell?
00:24:40: Liest du Paper und schaust quasi was wurde überall zu dem, was gerade für euch relevant ist schon so mehr oder weniger?
00:24:48: Was gibt es für Erkenntnisse?
00:24:49: Sammelt diese?
00:24:50: Oder guckst du da deutlich gezielt her?
00:24:53: wie ist gerade deinen Vorgehen sozusagen?
00:24:57: Ja definitiv also am Anfang ... habe ich auch erst mal so grob geschaut, was für Systeme gibt es.
00:25:02: Es gibt sehr viele Forschungsgruppen die an solchen europatrischen Systemen für die Optimo forschen.
00:25:08: und dann dieses ganze Origami ist nochmal ein ganz extra Thema also wie man auch Origami in technischen Anwendungen benutzt.
00:25:17: Also das wird auch ganz viel in der Luft- und Raumfahrt Technik verwendet beispielsweise das James Step Telescope also da diese Spiegel Und Sonnenschutzschilder möglichst kompakt zusammen zu packen, um es dann im Weltraum wieder zu entfalten.
00:25:33: Also damit Origami auch verwendet und da gibt's einfach... also man kommt immer so in ein kleines Rabbit-Tall wenn man anfängt sich da Paper durchzulesen weil jetzt immer mehr gibt.
00:25:43: Genau, noch sehr verschiedene Paper mir anzuschauen.
00:25:49: Auch was die aktuellen Forschungsthemen sind.
00:25:51: Es gibt schon viele Systeme und ich schaue dann explizite eben Beispielsweise diese Abstandsmessung im Auge mit OCT oder mit IOCT.
00:26:01: Oder auch, wie man das dann feedbackt an die operierenden Personen.
00:26:06: Da schaue ich mir denn auch Forschungsgruppen an und was sie sonst noch so schreiben.
00:26:10: Das ist eigentlich ganz interessant.
00:26:11: Und man kriegt so langsam einen Überblick, wie ein Netz wer etwas macht genau.
00:26:18: Am Auge kann man ja relativ viel operieren.
00:26:21: Ist das quasi, woran ihr überlegt einfach ein grundsätzlicher Operationsassistent?
00:26:26: Sondern ich jetzt mal für die Augenchirurgie und dann ist quasi die Operation vor Ort mehr oder weniger nur noch eine Abstimmungseinstellungssache.
00:26:38: Oder habt ihr den Anwendungsbereich vielleicht auch aufgrund der Überlegungen zu dem robotischen System dahinter schon relativ eng gestrickt?
00:26:48: Ja, also am Anfang war das sehr offen und ich kannte mich mit diesem medizinischen Gebiet auch gar nicht aus.
00:26:52: Also da musste ich auch erst mal sehr viel lesen.
00:26:54: Der häufigste Eingriff ist Katarakt oder Starr aber dadurch dass es so ein häufiger etablierter Einggriff ist dauert der auch nicht lang und wird routinemäßig gemacht.
00:27:03: Da würde es gar keinen Sinn ergeben vielleicht so ein robotisches System zu verwenden weil dann Aufbau- und Kalibrierung viel mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.
00:27:11: Deswegen werden die Systeme eher für den Augenhintergrund, die vitrioritinale Chirurgie verwendet.
00:27:17: Also wird das in einem Glaskörper oder an der Retina operiert weil da auch diese ganz feinen Strukturen sind wo man eben sehr präzise sein muss und deswegen gehen wir auch eher in diese Richtung.
00:27:27: also so ein bekannter oder klassischer Eingriff der da genannt wird ist so ein Membrane Peeling.
00:27:33: Da wird es eine ganze ganz feine Membranen am Augenhuntergrund abgenommen um keine Zugkräfte auf die Retina zu haben oder die zu kompensieren.
00:27:43: Ich hoffe, ich rede ja nicht so viel falsch in der Medizin.
00:27:49: Ja, aber ich habe mich das auch gefragt.
00:27:50: Also klar, man muss irgendwie obviel an den grauen Start denken.
00:27:53: Das wäre jetzt wahrscheinlich so.
00:27:55: das mit das Einzige was ich dir konkret hätte benennen können, was ich auf dem Schirm habe und was man machen kann.
00:28:01: Und dann dachte ich ja auch gut es sind ganz unter, also das Auge ist sehr unheimlich komplex und wie du auch schon gesagt hast, dass es halt ein sehr... kleines Konstrukt, sehr sensibles.
00:28:11: Irgendwie sensibel ist es vielleicht gar nicht das richtige, weil er sehr vulnerabel.
00:28:15: auf jeden Fall.
00:28:16: also da kann wirklich jede Kleinstbewegung schon was ausmachen wenn die nicht präzise ist.
00:28:22: Genau ja da werden wir nichts falsch machen im Auge.
00:28:24: Deshalb dachte ich auch okay das ist total interessant.
00:28:27: Ich kann mir gut vorstellen dass es robotische Systeme gibt die grundsätzlich quasi erst mal als sozusagen präciserer Arm der OperateurInnen gesehen wird, aber in dem Fall erschließt sich das sehr was du sagst.
00:28:41: Also dass man einfach sagt okay den Aufwand der es verfehlt so ein bisschen das Ziel was wir ja haben, dass es quasi ein Produkt ergibt was kostengünstig zu erwerben ist und dementsprechend kann man da aber schon den Anwendungsbereich dann gleich dem dann auch anpassen.
00:28:59: Ich finde es ja ganz schön, dass wir mit dir sozusagen eine Person haben die so ganz am Anfang steht.
00:29:05: Also eigentlich mit Promotionsvorhaben ohne Promotionstelle oder ohne Promotionsthema.
00:29:14: Das bietet uns ein bisschen die Möglichkeit auch nochmal zu gucken warum hast du dich überhaupt für deinen Studiengang entschieden?
00:29:23: Letztes Jahr war das ganz große Thema zu sagen Mit quasi und Nachwuchs.
00:29:30: Das ist gerade super problematisch, ja!
00:29:34: Wir haben natürlich Leute, die hier diese Fächer studieren.
00:29:37: Aber es ist auf jeden Fall auch irgendwo rückläufig.
00:29:40: Woran liegt das überhaupt?
00:29:42: Und was sind dann Beweggründe für Leute, Die gerade sagen doch ich möchte das unbedingt studieren?
00:29:46: Was war's irgendwie bei dir, weshalb du gesagt hast Ich möchte das studieren und jetzt ja auch relativ begeistert gesagt hast also ich habe noch gar nicht genug und deshalb möchte ich auch noch nicht gehen.
00:29:56: Also eine Promotion muss schon auf jeden fall noch sein.
00:30:00: Also ich war schon immer sehr technisch interessiert.
00:30:03: Mir hat Mathe und auch NWT in der Schule sehr viel Spaß gemacht, ich glaube meine Familie hat mir doch einfach sehr gut zugeredet dass das was wäre.
00:30:10: und das Reine wollte ich dann aber nicht machen.
00:30:12: und Medizin war schon immer so ein Thema was mich auch sehr interessiert hat.
00:30:16: und da habe ich den Studiengang gehört und fand es total passend weil auch mein kleiner Bruder Diabetes Typ I sehr früh bekommen hatte und da hatte er immer diese kleinen Insulinpumpen oder auch das Blutzuckermessgerät.
00:30:30: Das fand ich einfach total interessant und dachte mir so, das klingt wie was sehr passend ist.
00:30:35: Und hat sich jetzt auch als sehr gute Entscheidung ausgestellt.
00:30:38: Es ist ja auch der zukunftsrechtliche Branche sehr vielfältig.
00:30:43: man kann in ganz verschiedene Bereiche immer noch gehen.
00:30:46: Ja und es hat gut gepasst dann.
00:30:48: Ja das kann ich bestätigen nicht weiß als wir vor einigen Jahren hier mit dem Podcast angefangen haben war das Konzept noch ein bisschen anders.
00:30:56: zwei Expertinnen, die quasi schon nach ihrer Promotion auf ihrer Karriereleiter standen und sowohl aus dem medizinischen als auch aus dem technischen Bereich dann ihre Forschung, die sie miteinander machen sozusagen vorgestellt haben.
00:31:11: Und da war es unheimlich faszinierend.
00:31:15: ich glaube dadurch dass ja wenn man sich vorstellt wie viele medizinische Anwendungsbereiches grundsätzlich gibt Kommt man schon nicht mehr.
00:31:22: Das ist unschaffbar, das jetzt mal eben aufzuzählen?
00:31:25: Ja total!
00:31:26: Und wenn man dann darüber nachdenkt was es quasi auf der technischen Seite dann gibt also dass einfach das noch so viel möglich.
00:31:34: denn gibt es auch schon Dinge die sich natürlich mit den zeitlichen Entwicklungen auch weiter entwickeln müssen und es gibt auch noch so viele Sachen die quasi gar nicht erforscht sind die vielleicht auch jetzt erst irgendwo klar werden.
00:31:44: das ist irgendwie total schön.
00:31:46: und wie du eingangs gesagt hast medizinischer Bereich Menschen helfen, dass etwas was immer notwendig ist.
00:31:54: Es ist irgendwo eine gewisse berufliche Sicherheit definitiv damit verbunden und ich glaube gerade jetzt irgendwo natürlich auch mit dem demografischen Wandel.
00:32:04: es ist etwas wo man fast schon sagen kann das gar nicht ohne schaffbar also ohne eine gewiss Medizintechnische Unterstützung wird das glaube ich ein ganz schönes Ding Sonst werden.
00:32:19: Ja,
00:32:19: vor allem wenn man sich anguckt das ja ist es um krassen Pflegepersonalmangel gibt dass man da auch weiter Forschung betreibt.
00:32:26: also was kann man denn automatisieren wo kann man dann die pflegekräfte auch entlasten?
00:32:31: oder das medizinische Personal?
00:32:33: Ja, das ist ganz schön.
00:32:34: Also wie du sagst quasi entlasten... Das ist ja so manchmal ein bisschen die Angst davor, Tolga und ich haben da letztes Mal auch kurz drüber gesprochen.
00:32:43: Es geht ja nicht darum dass man irgendwen ersetzen möchte oder quasi eine Personalie abbauen möchte in dem Kontext sondern es geht ja wirklich eher um eine Art Unterstützung
00:32:53: und
00:32:54: auch in der medizinischen Robotik geht es nicht darum, dass dann am Ende da keine Ärztinnen mehr stehen sollen Sondern sich gerade in der Chirurgie einfach noch präziser sein kann, also die Rate an eventuellen Operationsfehlern und die gibt es natürlich weil der Mensch ist halt irgendwo auch fehlbar dass die quasi noch geringer ausfällt.
00:33:21: Glaub ich ist total wichtig, dass man dann eben auch mit solchen Formaten wie jetzt beispielsweise hier oder grundsätzlich da die Gesellschaft mitnimmt und sie quasi auch an den Entwicklung teilhaben.
00:33:31: Was passiert da eigentlich gerade Cooles?
00:33:33: Und was kann das sozusagen bedeuten und wo kann es dann eventuell eben die Entlastung bringen oder eben die Unterstützung?
00:33:40: Ja, voll genau!
00:33:42: Du hattest ja als wir uns so zu sagen zuvor besprochen haben also für unsere Zuhörerinnen Wir treffen uns immer einmal davor um uns quasi einmal wenigstens vorher kennenzulernen.
00:33:54: Und da ist ja auch gesagt irgendwie Wissenschaftskommunikation, das ist schon was, was dich auch beschäftigt und interessiert wo du sagst es wird einfach irgendwie also es ist wichtig und zwar immer wichtig.
00:34:06: ich könnte dir gar nicht sagen ob man sagt es wird immer wichtiger.
00:34:10: Es kommt einem so vor einfach glaube ich aufgrund der globalen Ereignisse, dass man das Bedürfnis hat.
00:34:16: Man müsste noch mehr kommunizieren oder man müsste irgendwie noch zielgerichteter kommunizierender war.
00:34:22: grundsätzlich gab es Wissenschaftskommunikation natürlich schon immer.
00:34:27: Ja ist super
00:34:27: wichtig.
00:34:28: Macht ihr da jetzt schon was im Projekt?
00:34:31: Ist das so, dass du sagst, das ist auch irgendwo Teil dessen beziehungsweise habe ich hier mit auf dem Schirm?
00:34:38: also das Wissen teilen oder veröffentlichen?
00:34:42: ist ja so dieser Grundsatz aus der Wissenschaft, dass man Paper schreibt und die Erkenntnisse allgemeinheit am besten bestenfalls kostenlos zur Verfügung stellt damit alle sich dieses Wissen aneignen können.
00:34:53: Und dann von da an weiter forschen das total schöner Ansatz.
00:34:59: Da sind wir jetzt auch so ein bisschen dran, also zu gucken was können wir denn schon veröffentlichen in Papers und um dann auf Konferenzen zu gehen wie Trojan schon gesagt.
00:35:08: Und den Austausch zu gehen vielleicht auch kritisch zu bekommen zum Thema oder in welchen Bereichen man noch gehen kann.
00:35:15: aber genau.
00:35:15: also ich glaube wo wir jetzt dran sind ist vor allem zu schauen welche Ergebnisse können wir schon publizieren.
00:35:27: Ich habe mich ein bisschen jetzt gefragt.
00:35:29: Du sagst, ja die Promotion war für dich klar einfach weil du sagst du möchtest nach dem Studium.
00:35:34: Du konntest dich da noch nicht ganz von trenn wissenschaftlich zu arbeiten.
00:35:38: Hast du damals auch drüber nachgedacht vielleicht statt der Promotion?
00:35:42: Also bei Forschen und Wissenschaftliches Arbeiten.
00:35:44: wir hatten das glaube ich in Freiburg dass eine von den beiden ist quasi direkt nach dem Master erstmal in die Industrie gegangen.
00:35:54: In Hannover war das, Niklas war das.
00:35:57: Er hat dann quasi erst mal in der industriellen Forschung gearbeitet und war dort tätig und hat festgestellt dass es an sich rein so vom Forschungskontext auch cool ist aber hatte Gründe warum er dann doch nochmal wieder zurück an die Universität wollte.
00:36:13: War das für dich überhaupt ein Punkt wo du darüber nachgedacht hast oder hat sich das einfach gar nicht ergeben weil die Option an der Uni zu bleiben einfach schon da war?
00:36:24: Also ich finde es auch total toll in die Entwicklungsabteilung in der Industrie zu gehen und dann tatsächlich an einem Gerät zu entwickeln, das dann auf den Markt kommen soll.
00:36:35: Dass man wirklich sieht was man dann auch tatsächlich gut und in der Uni ist ja schon noch viel Forschung und mal gucken was klappen könnte und was vielleicht nicht.
00:36:44: Aber dadurch, dass ich das so schön während meiner Masterarbeit ergeben kann und eigentlich schon immer mein Traum war auch an der Uni erstmal zu bleiben.
00:36:51: Und dann vielleicht zu gucken ob es in die Industrie geht habe ich das jetzt nicht aktiv überlegt.
00:36:59: Ja bei ihm war es ein bisschen der Grund, was er gesagt hat da halt die Forschung sehr zielgerichtet ausgelegt
00:37:07: ist.
00:37:08: Also es gibt quasi klare Vorgaben, wohin soll das irgendwie führen und wenn die Ergebnisse, die man generiert nicht zu den potenziellen... erhofften Ergebnissen irgendwo führen, dann wäre das jetzt in einem universitären Kontext trotzdem ein Ergebnis was ja
00:37:24: eine Relevanz
00:37:24: hat.
00:37:25: Weil es in irgendeinem Kontext neue Grundlagen eventuell erschließt oder die Grundlagenforschung erschließst aber im industriellen Kontext einfach in dem Moment keinen Mehrwert hat.
00:37:35: und das war sozusagen in dem moment für ihn der Punkt.
00:37:38: zu sagen okay fühle ich gerade noch nicht bisschen offener.
00:37:44: schauen, was kann ich quasi zu einem Themengebiet überhaupt für Erkenntnisse generieren?
00:37:50: Er hat dann auch gesagt na klar gerade wenn man irgendwie eine These hat und die bestätigt sich nicht.
00:37:55: dann ist es momentan noch so in der Forschung, dass man sehr von Erfolgsgeschichten lebt.
00:38:00: Also ein Paper berichtet von den Dingen die geklappt haben und die Thesen, die quasi bestätigt werden konnten oder die Fragestellungen, die man beantworten konnte und nicht davon, dass ein Aufbau quasi absolut gar nicht aufgegangen ist.
00:38:13: Auch wenn das natürlich auch eine Erkenntnis ist, ne?
00:38:15: Weil es heißt, okay, es muss Weg-B-C-D-I-F mehr oder weniger sein... Aber der erste war's jetzt leider nicht!
00:38:23: Und trotzdem hat er gesagt, das ist einfach super schön.
00:38:25: Dass er überhaupt die Freiheiten dann quasi hat innerhalb einer Promotion.
00:38:29: Also es gehört ja irgendwo dazu... Ich hoffe du hast davon nur ganz wenige Momente aber die meisten in ihrer Promotion erleben das immer mal dass deine Sachen nicht aufgehen und ich glaube selbst danach.
00:38:41: also ich glaube es halt die Essenz der Forschung zu sagen Dinge gehen nicht immer auf, Dinge funktionieren nicht.
00:38:48: Sonst wären sie keine Fragestellungen die schon länger irgendwo im Raum stehen.
00:38:52: Man muss halt irgendwo darauf rumknobeln.
00:38:55: Hattest du das bei deiner Masterarbeit auch schon?
00:38:57: Also das kann ich immer ganz... Masterarbeit ist natürlich so das Abschlussding nach dem Studium und es ist definitiv größer aber steht natürlich in keinem Verhältnis zu einer drei Jahre langen Promotion.
00:39:12: Ich glaube ich hatte viel mehr dass sich Dass ich immer dachte, man könnte das noch und das fehlt.
00:39:18: Man kommt einfach nicht so schnell voran wie man gerne vorankommen würde.
00:39:21: Und man sieht dann immer die Tiefe, wenn man drin ist.
00:39:24: Immer mehr Bereiche, die eigentlich auch total spannend wären.
00:39:27: Da muss man sich selber ein bisschen einschränken was man denn jetzt tatsächlich macht.
00:39:31: Damit habe ich vielmehr gestruggelt.
00:39:34: Genau solche Rückschlage gehören auf jeden Fall dazu.
00:39:37: Das kommt sicher auch noch.
00:39:39: Man will natürlich irgendwie positive Ergebnisse haben und was Schönes, was wir publizieren können.
00:39:44: Aber da muss man sich auch immer so ein bisschen setzen, dass es in der Wissenschaft vor allem wichtig ist, methodisch fortzugehen und diese Erkenntnisse zu generieren.
00:39:52: Auch wenn sie vielleicht nicht so sind wie man's gerne hätte.
00:39:56: aber das ist sicher herausfordernd und das wird bei mir sicher auch noch kommen.
00:40:00: Ja, das Gefühl kenne ich ganz gut, dass man quasi erstmal lernen muss welcher Rahmen ist dem... Projekt angemessen.
00:40:08: Was ist zu komplex und was bringt einer am Ende dazu, dass man dann gar nicht mehr so tief wirklich forschen kann zu einem Puzzleteil?
00:40:18: Wenn du ganz viele hast und sagst eigentlich alles wäre super spannend reicht die Zeit und die vorgesehenen Rahmenbedingungen ja dann gar nie unbedingt dafür aus kenne ich aber auch sehr gut.
00:40:31: Ja, vor allem wenn man sich noch nicht so auskennt dann findet man immer die Themen spannend und dann eröffnen sich da ganz neue Herausforderungen.
00:40:38: Also jetzt bei unseren Systemen soll das noch charakterisiert werden und das stellt man sich erst mal einfach vor dass man da so ein Messaufbau hat.
00:40:47: aber dann guckt man wieder zu den Herausforderungen, dass es gar nicht so einfach ist in einem kleinen Messvolumen dreidimensional zu vermessen.
00:40:52: So ein Instrument der sich bewegt Und dann ergeben sich neue Herausforderungen.
00:40:56: Das heißt, es wird auch einfach immer so kleine Dinge werden und auch schnell groß mit denen man sich neu beschäftigen kann!
00:41:03: Ja...und ich glaube auch da das war ein Riesen-Learning meinerseits als Person die quasi nicht in den Ingenieurwissenschaften beheimatet ist ihr seid ja auch unheimlich abhängig je nach Forschungsthema klar, aber trotzdem von den superkomplexen Geräten teilweise mit denen ihr arbeitet.
00:41:22: Also wenn man sich denkt ich gehe jetzt morgen irgendwie ins Labor und mache das heißt es für viele ich muss irgendwie erstmal den ganzen Aufbau richtig irgendwie einstellen vorbereiten alleine das dauert geführt dann eine Woche bis ich wirklich das machen kann was am Ende sozusagen mein Erkenntnis gewinnen ist.
00:41:40: und mit einem Ergebnis habe ich ja eigentlich gar kein Ergebnis sondern ich musste es ja irgendwie verifizieren machen.
00:41:46: Also auch da ist, glaube ich manchmal so die Vorstellung davon wie einfach in Anführungsstrichen das geht doch noch mal eine ganz andere?
00:41:54: Ja ja genau.
00:41:55: oder ob man auch die Technologie da hat.
00:41:57: also dann muss man dann auch schauen, ob man es vielleicht woanders her holen kann weil man sich jetzt nicht immer so ein halbe Millionen Euro Gerät kaufen kann sondern man muss halt mit dem arbeiten was einem zur Verfügung steht oder was mir vielleicht an anderen Instuten an der Uni empfängt.
00:42:15: Sag mal, jetzt sind wir recht fortgeschritten in unserer Folge.
00:42:20: Was ist denn so das wo du sagst ich bin jetzt irgendwie gerade in so einer Findungsphase meines Themas?
00:42:30: Das könnte ich irgendwie auch anderen mitgeben oder das würde ich gerne Leuten mit geben die vielleicht selbst überlegen soll ich noch promovieren oder vielleicht nicht?
00:42:41: Also wisst du schon an dem Punkt, vielleicht sagst du auch ich bin noch zu frisch in der Situation selbst drin als dass sich das jetzt schon so raus kristallisieren könnte.
00:42:48: Das kann ich auch gut total gut verstehen.
00:42:50: aber vielleicht kannst du ja hast du schon so ein Bauchgefühl wo du sagst auch irgendwie das wäre nochmal ein cooler Tipp oder das kann ich jetzt schon sagen das kann nicht euch mitgeben wenn ihr überlegt Promotion Ja oder Nein?
00:43:03: Worauf ich mich auch verlassen habe war einfach dieser Spaß bei diesen Abschlussarbeiten.
00:43:08: Also ein Thema zu bekommen oder sich auch vielleicht einen Thema selber zu suchen, was einen so begeistert ist, dass man da richtig eintauchen möchte und da die Kompetenzen, die es dafür braucht auf dem Weg sich anzueignen selbstständig und da einfach so interessiert ist ein Thema bis zum Ende so zu durchdringen und dann einfach zu veröffentlichen ob das jetzt vielleicht so wie wir es vorhin hatten, ob das direkt etwas bringt oder anwendbar ist oder ob's erst mal darum geht das Wissen zu generieren oder die Erkenntnisse zu generiern.
00:43:37: Und ich glaube, wenn man daran Spaß hatte während des Studiums – das musste man ja auf jeden Fall zwei- oder dreimal vielleicht machen, wenn er den Master hat – dann ist es eigentlich ein ganz guter Weg, glaub' ich auch an der Uni zu bleiben und sich da einen Thema zu suchen mit dem man sich dann noch länger beschäftigen kann als vielleicht nur ein halbes Jahr in der Masterarbeit!
00:43:53: Ja, absolut.
00:43:55: Glaub ich auch und dann ist es ja immer noch... Also man verschiebt ja quasi den Zeitraum so ein bisschen nach hinten
00:44:02: um
00:44:02: zu gucken also man verschließt ja keine Tür.
00:44:04: das finde ich eigentlich ganz schön an der Option bei euch mit der Promotion nur weil ihr dann weil man quasi sagt ich promoviere jetzt heißt es noch lange nicht dass man sich nach der Promotion immer noch sagen könnte Ich gehe jetzt in die Industrie oder im Idealfall also im Idealfall Das wäre jetzt sagt eine junge Gründerin.
00:44:21: Deshalb meine Wertung dazu, aber es ist natürlich wertfrei.
00:44:26: Eventuell entwickle ich quasi in meiner Promotion ein medizintechnisches Produkt wo ich einen Patent drauf mit anmelden kann und sich sogar vielleicht etwas ausgründet oder was auch immer.
00:44:37: also das ist ja eher so ein bisschen die Möglichkeit nochmal seine Forschungswissenschaftliche Expertise zu schärfen, das Profil vielleicht zu scherfen dahingehend für den Arbeitsmarkt.
00:44:52: Und selbst danach sind quasi alle Möglichkeiten wieder da.
00:44:56: Also klar so ein bisschen die aktuelle Situation mit Anstellungen an einer Universität sind natürlich schwierig und gerade nach einer Promotion muss man dann auf jeden Fall gucken.
00:45:05: Das dachte ich mir jetzt auch grade bei dir.
00:45:07: Ich finde es natürlich schon spannend wie entspannt du bist.
00:45:11: also viele Leute wollen promovieren und können nicht promovierend, weil es keine Stelle gibt.
00:45:18: Oder wollen promowieren oder können aber nur auf Themen promoviern die ausgeschrieben sind.
00:45:25: Und du hast ja so gesehen deine Promotionsstelle in Aussicht bist aber jetzt erst mal über ein anderes Projekt angestellt was definitiv auch auslaufen wird.
00:45:35: also ich weiß gar nicht wie oft ihr das noch verlängern könnt aber es wurde jetzt definitiv einmal verlängert Und häufig gibt es da ja irgendwo auch Einschränkungen in der Wiederholbarkeit.
00:45:45: Aber du scheinst total mit dir sozusagen im Inneren Ausgleich zu sein, dass das alles so seinen Weg geht und dann wenn du dein Promotionsthema festgesetzt hast, dann sozusagen da auch deine Promotionsstelle hast?
00:46:00: Ja!
00:46:03: Das ist entweder Urvertrauen oder bereits das Feedback vom Lehrstuhl, dass da schon seinen Weg gehen wird.
00:46:10: Ja, das ist natürlich eine Unsicherheit!
00:46:13: Ich glaube ich habe jetzt erstmal, weil sich das so ergeben hat, dachte ich es ist der richtige Weg und ich glaube das ist jetzt eher was Persönliches, dass ich denke es wird sich schon immer so ergehen und vielleicht kommt dann auch etwas Neues, vielleicht klappt das gar nicht, dass sich hier bleibt?
00:46:25: Es kann natürlich sein wie unsicherheit besteht aber ich bin eigentlich ganz zuversichtlich dass was Neues Cooles kommen wird.
00:46:34: Genau und das Projekt wurde nicht direkt verlängert, sondern es wurde reduziert jetzt auch eine halbe Stelle und dadurch sozusagen auf nächstes Jahr verlängern mit dieser halben Landesstelle die etwas sicherer ist als diese halbe Forschungsprojekt-Stelle ja.
00:46:51: Ja absolut!
00:46:52: Ich finde also ich habe das noch nie gehört.
00:46:55: Deshalb finde ich das eigentlich total schön für dich in dem Moment als Chance, dass du quasi also die meisten gehen glaube ich klassisch nach dem Master in die Suche nach einer Promotionsstelle oder haben sie schon fest sozusagen.
00:47:08: Aber diese Zwischenzeit, die du jetzt hast und das scheint ja auch keinen per se definiert bestimmter Zeitraum zu sein aber zumindest es gibt ein Enddatum erstmal.
00:47:21: Wenn ich dich richtig verstehe jederzeit sagen jetzt habe oder das wird das potenzielle Promotionsthema und könnt es dann auch starten.
00:47:29: Und das finde ich irgendwie für dich total schön nochmal in deiner Entwicklung hinsichtlich deiner Forscherinnen Identität, weil du natürlich die Möglichkeit hast deutlich mehr abwägen zu können.
00:47:44: Was mache ich jetzt?
00:47:45: wie?
00:47:45: Du bist quasi schon drin in einem Projekt.
00:47:48: Du bekommst ganz viel mit vom Forschungsalltag, du setzt dich schon viel tiefer mit dem Thema auseinander als vorher in der Masterarbeit und kannst dann nochmal abwägen.
00:47:59: Macht es Sinn hier mehr den Schwerpunkt drauf zu legen oder eher dort?
00:48:03: oder möchte ich vielleicht – wir wirst ja vorhin besprochen haben – gehe ich eher in die Richtung Origami-Technik oder sage ich, ich möchte mich mehr mit den verschiedenen Anwendungsbereichen beschäftigen?
00:48:13: Das ist ja an sich.
00:48:15: Also wenn ich das so rekapituliere, ganz schöner Luxus.
00:48:18: Total Luxus!
00:48:20: Dass ich jetzt zu den Forschungsprojekten schon mal reingucken kann und so Schnuppern ob ich das weitermachen will... Und ja genau.
00:48:26: also es ist noch offen wann ich anmelde oder vielleicht auch welches Thema und es kann natürlich auch sein dass ich noch eine Anstellung vielleicht über ein anderes Forschungsthema kriege.
00:48:35: dann da wirds vielleicht auch Sinnliste zu nehmen.
00:48:37: Es ist noch ein bisschen offen was schon auch toll ist diese Freiheit aber es liegt glaube ich auch an meinem Institut.
00:48:44: Ja, das kann sehr gut sein.
00:48:47: Das hat auch immer ein bisschen was mit den finanziellen Mitteln der jeweiligen Standorte wahrscheinlich zu tun.
00:48:53: also ich kenne auch sehr viele Leute die würden total gerne mehr Doktorand innen nehmen und da gibt es auch total viele super kompetente spannende Menschen mit tollen Ideen und dann ist aber die Möglichkeit einfach nicht so
00:49:07: bei euch.
00:49:08: Aber, ich sag immer wir wollen quasi positiv optimistisch die Folge verlassen.
00:49:14: Hast du denn jetzt in dem Zeitraum nach deiner Masterarbeit irgendwie so deine Favorite Anekdote oder so ein Moment wo du gesagt hast das ist auf jeden Fall vom Erlebnis nochmal eine ganz andere Erfahrung hinsichtlich der Studienzeit im Forschungsalltag?
00:49:34: Oder sagst du eigentlich kann man es gar nicht so direkt benennen, weil es sehr ähnlich ist nur deutlich tiefergehend.
00:49:44: Ich würde glaube ich genau das Gegenteil sagen.
00:49:46: also ich wollte ja einfach so drin bleiben und sowas ähnliches machen wie in der Masterarbeit und ich glaub die Erkenntnisse schon dass man hier weniger Zeit dafür hat noch ganz andere Aufgaben dazukommen wenn man an einem anderen Institut arbeitet.
00:49:59: Also das war eine Erkenntnis, dass es schon anders ist zu einer Stelle zu haben.
00:50:05: Tolles ist, dass eben auch diese ganzen anderen Aufgaben dazukommen und das auch ganz vielfältig wird jetzt mit Abschlussarbeiten betreuen.
00:50:13: Dass man damit Studierenden dann zusammenarbeitet vielleicht an dem Projekt oder wie vorhin auch schon gesagt so eine Konferenz und da in Austausch gehen und ganz viele andere Themen zu sehen.
00:50:23: also das sind irgendwie total schöne Momente die jetzt dazu gekommen sind.
00:50:28: ja Also auch gerade auf einer kommunikativen Ebene, wenn wir noch mal zu dem Thema Wissenschaftskommunikation irgendwie kommen.
00:50:37: In dem Moment bist du jetzt bei der einen Aufgabe, wenn du sagst Abschlussarbeiten betreuen teilst ja irgendwie deinen Wissen, deinen Erfahrungsschatz sozusagen mit anderen kannst aber glaube ich auch selber nochmal wieder ganz viel mitnehmen.
00:50:49: was machen sich andere für Gedanken wie gehen andere vielleicht auch an ihre Forschungsarbeiten dran?
00:50:55: Was kannst du vielleicht daraus mitnehmen?
00:50:57: Man ist ja dann noch in einer ganz anderen Rolle.
00:50:59: Da lernt man auch für sich selber, glaube ich, super viel!
00:51:02: Ja das habe ich ganz oft bei Doktorandinnen gehört dass sie sagen wenn Sie quasi lernen ihre Forschung mit anderen zu teilen die quasi gar nicht so tief drin sind und dann zulassen dass sie wiederum aber auch Ihre Perspektiven damit einbringen können ist es wie eine Rückversicherung.
00:51:20: A kann ich überhaupt meine Komplexität so gut verstehen verringern kann, ohne den Inhalt sozusagen zu verlieren und B. Kann ich wirklich alle Fragen mehr oder weniger nicht beantworten?
00:51:34: Es wird immer Leute geben die irgendwo Fragen haben, die einfach noch nicht zu beantwortet sind.
00:51:37: aber das fand ich eigentlich ganz schön weil es so ein sehr wertschätzenden Mehrwert quasi einfach mit sich bringt.
00:51:44: Total!
00:51:45: Der Austausch.
00:51:46: ja Vielen, vielen Dank, dass du heute dabei warst.
00:51:50: Ich bin natürlich total gespannt!
00:51:52: Ich habe das maximale Bedürfnis, dass wir dich Ende des Jahres hier nochmal einlassen.
00:51:55: und wenn es nur so einen Kurzer wie ist es?
00:51:57: Wie ist der Standupdate?
00:51:59: Vielleicht machen wir das sogar.
00:52:01: Wir haben schon überlegt ob wir irgendwas Spechaliges zu Weihnachten machen und vielleicht gucken wir ja mal bei all den Doktorandinnen vorbei die dieses Jahr sozusagen im Podcast waren und schauen wo's mit ihnen hingegangen ist Ende des Jahres Wenn ich natürlich gespannt, was du für ein Promotionsthema gewählt hast.
00:52:21: Oder ob du weiter auf der Suche bist nach dem Promotionthema.
00:52:27: und bis dahin meinte ich ja schon wer irgendwie Lust hat... nochmal zu dem Thema was zu erfahren.
00:52:34: Wir packen auf jeden Fall auch die Informationen zum Projekt, das du uns heute vorgestellt hast hier in die Show Notes.
00:52:41: man kann auch Adalotta direkt theoretisch über das Institut kontaktieren.
00:52:47: also wenn ihr irgendwie sagt kommen doch zu uns obwohl ich habe das Gefühl du bist sehr Stuttgart verbunden.
00:52:56: Ja, gut.
00:52:57: Falls jemand sozusagen heute zugehört hat und gesagt hat thematisch da sitzen wir auch dran oder da könnten wir noch irgendwie einen coolen Anwendungsbereich haben dann seid ihr glaube ich herzlich eingeladen euch irgendwie auch in Verbindung zu setzen.
00:53:09: auf jeden Fall ja sehr gerne.
00:53:11: Wir hören uns dann in zwei Monaten wieder Und bis dahin wünsche ich euch noch eine restliche schöne Sommerzeit.
00:53:22: Bis dann
00:53:23: Tschüss.
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